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Mittlerer Westen

USA – The hikers from Utah-Canyonland

Freunde, zur Abwechslung reiten wir nicht mehr durchs Nawajo-Land – wir wandern auf Schusters Rappen durch das Utah-Canyonland. Dieser Postkarten-Gruss kann die vorangegangene Cowboy-Story bei weitem nicht toppen. Wir wollen auch nur ein neues Lebenszeichen senden. Die irre Hitze hat uns nicht umgebracht. Beschattet allein durch unserer Cowboyhüte, den Requisiten unserer letzten Fotostory, lässt sich die fantastische, aber bei hohen Sonnenstand praktisch schattenlose Canyonlandschaft einigermaßen gut erwandern.

In den amerikanischen Canyons sind die Dimensionen an Höhe und Weite gewaltig. Hier kommt aber noch die Dimension ZEIT dazu. Bei einem Blick in die Tiefe so eines Canyons werden an manchen Stellen fast 1 Milliarde! Jahre Erdgeschichte anhand unzähliger, bunter Gesteins-Schichten aufgeblättert.

Beeindruckend sind auch die vielgestaltigen Formen wie „bridges“ und „arches“. Die Brücken entstanden durch die Erosion von Wasser, die Bögen von Winderosion. Im Bryce-Canyon gibt es viele Steinsäulen, die wie versteinerte Menschengruppen ausschauen. Dazu kommt eine phantastische‚ Farbpalette der Canyonwände. Vom zarten gelb über orange bis dunkelrot, aber auch violett, schokoladenbraun und sogar Blaugrüntöne sind zu beobachten. Dieser Farbenrausch steigert sich natürlich zusätzlich im Licht der Morgen- oder Abendsonne.

Gerne hätte ich zum Thema ein paar farben- und formenprächtige Fotos gezeigt. Beim Betrachten fehlten mir jedoch jegliche Dimensionen dieser auf der Welt einmaligen Landschaft. Man muss es selbst erleben. Am besten erwandern.

Herzliche Hiker-Grüße

Rudi & Moni